Bürgermeisterkolumne für März 2018

Liebe Bentwischerinnen und Bentwischer,

warum tun Sie das? Warum stellen Sie neuwertige, saubere Kleidung und Textilien in Koffern, Taschen und Beuteln an den Sammelcontainern oder am Straßenrand und in Gebüschen ab? Wer soll die Sachen für Sie auspacken und in die Behälter verbringen?
All die Dinge, die Sie u.U. für einen guten Zweck herausgesucht und eingepackt haben, kommen nicht bei Menschen an, die die Kleidung benötigen und sich sehr über neue Garderobe freuen würden. Es landet alles als unbrauchbarer Fummel im Müll. Bitte im Vorfeld überlegen und dort abgeben oder hinein geben, wo es zum späteren Gebrauch sortiert wird.

Die Gemeindevertreter haben mit Vertretern der Einrichtungen, Gesellschaften und Organisationen beraten und ihre Entscheidung zur Haushaltssatzung 2018, dem ersten Haushaltsgesetz nach dem Zusammenschluss mit Klein Kussewitz getroffen. Es liegt ein ausgeglichener Haushaltsplan vor mit einem Gesamtvolumen in Höhe von rd. 7,6 Mio. €.

Die Steuersätze für die Grund- und Gewerbesteuern wurden auf die Bentwischer Hebesätze herabgesetzt. Bei der Hundesteuer wird ein entsprechender Beschluss folgen.
Die Höhe der Investitionen ist auf 534.000 € festgesetzt; die Mittel werden insbesondere für Weiterführung unaufschiebbarer Maßnahmen bei den Ortsentwässerungen (283.000 €), Grunderwerb ausgebauter Straßen und Wege (39.000 €) und Beschaffung von Ausstattungen in den Bereichen Schule, Sport und Jugend sowie neue Schaukästen in den Ortsteilen Klein Kussewitz und Volkenshagen (30.000 €) verwendet. Bei den Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten unserer Gebäude, Anlagen und Ausstattungen mit rd. 1.040.000 € wird es folgende Schwerpunkte geben:

  • 133.000 € Keller-, Treppen- und Sockelbereich der Kita Bentwisch
  • 381.000 € Gehwege, Straßen und Straßenbeleuchtung
  • 209.000 € Winterdienst, Baumpflege und Grünschnitt
  • 60.000 € Entschlammung von Teichen

Die Schulkostenumlagen für 79 Schüler und Gemeindeanteile an den Betreuungsgebühren für 306 Krippen-, Kindergarten- und Hortschulkindern schlagen mit insgesamt 564.000 € zu Buche. Den größten pflichtigen Aufwand mit 3.028.000 € verschlingen die Gewerbe-, Amts-, Kreis- und Finanzausgleichsumlage. Demgegenüber stehen planmäßige Einzahlungen aller Steuereinnahmen in Höhe von 5.781.000 €. Diese Erträge müssen reichen, um die vorgenannten Aufwendungen und weitere Ausgaben von rd. 578.000 € für Dienstleistungen, Versicherungen, Mieten, Vertragserfüllungen und viele andere Geschäftsausgaben zu tragen. Hinzu kommen die Aufwendungen für Personal (137.000 €) und Abschreibungen. Wer nachrechnet, erkennt den Spielraum für Investitionen. Die Spanne ist nicht hoch bzw. gar nicht vorhanden. Daher ist auch eine Gemeinde wie Bentwisch mit einem hohen Anteil an Gewerbesteuern (3.060.000 €) gehalten, die angesparten liquiden Mittel sparsam und wirtschaftlich einzusetzen. Das gelingt ständig besser, weil die Leistung von Ausgaben in ihrer Notwendigkeit immer mehr hinterfragt und vorab analysiert werden. Danke an dieser Stelle den wachsamen Mitgliedern der Ausschüsse und Gemeindevertretung.

Weitere Entscheidungen über notwendige Planungsaufgaben und die Realisierung von (Bau)Vorhaben werden die politischen Vertreter nach der Ergänzungswahl am 25.03.2018 beschließen. Nach der Wahl von vier weiteren Mitgliedern in das Gremium sind die personellen Voraussetzungen für die sachkundige und qualifizierte Abarbeitung der Festlegungen im Gemeindeänderungsvertrag gegeben.

Ab April wird die Beschulung der Grundschüler ein Schwerpunktthema sein. Die gegenwärtige Gesetzeslage bestimmt die Beförderung der Mädchen und Jungen aus der ehemaligen Gemeinde klein Kussewitz an die Schulen in Blankenhagen und Rövershagen, weil andere Schulstandorte unzumutbare Wege- und Fahrzeiten für die Kinder, ausgenommen aus Groß Kussewitz, bedeuten. Das ist für mich keine zufriedenstellende Situation, denn mit dem Zusammenschluss unserer beiden Gemeinden war die Beschulung in Bentwisch unter den erforderlichen Rahmenbedingungen eine Selbstverständlichkeit. Ein entsprechender Planungsauftrag zu Varianten der Erweiterung unserer Lernkapazitäten auf oder am Schulgelände wurde bereits 2017 ausgelöst. Wenn die Eltern aus den neuen Ortsteilen mir ihre Meinung zu der Problematik sagen, bin ich dankbar.

Ich wünsche Ihnen für diesen März einen sonnigen Winterausklang mit heiterem Gemüt und eine baldige Ankunft der langersehnten Frühlingsboten.

Ihre

 

Susanne Strübing

Bürgermeisterin Bentwisch

Auch diese Artikel könnten für Sie interessant sein:

Gemeindevertretersitzung am 13. Januar in Bentwisch

Am Donnerstag, den 13. Januar 2022 findet um 19 Uhr die nächste Gemeindevertretersitzung statt. Die Sitzung findet ausschließlich online statt.

Das Januar-Programm in Bentwisch und Klein Kussewitz

Den Start unserer Veranstaltungen für Januar 2022 können wir nur unter Vorbehalt anbieten. Wenn es losgehen kann, werdet Ihr es sofort auf den grünen Aushängen in jedem Schaukasten/Ortsteil erfahren.

Nachtrag zum Bürgermeisterbrief Dezember 2021

Kurz nach Veröffentlichung des Dezember Amtsblattes erhielt der Bürgermeister nachfolgende E-Mail aus unserer Nachbarschaft.