Neues vom Bürgermeister für Juli 2021

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Bentwisch,

es wird Sommer und der Luftverkehr nimmt zu. Wer von Ihnen hat nicht schon die Ballonfahrer bewundert, wenn sie majestätisch über unsere Gemeinde gleiten? Schön, wenn man denjenigen, der die Erdbeere steuert, gut kennt und Peer Wagner aus Blankenhagen nicht nur von unten zu einem Bierchen einlädt, sondern ihn gelegentlich auch mit seinem Hubschrauber beobachtet. Gänsehaut bekommt man allerdings, wenn man angesprochen wird: »Hast du Peer gesehen, da ist er mit der jungen Mutter geflogen, die von Ostseewelle ... «. Nun die ganze Geschichte kam erst stückweise bei mir an: Der 14-jährige Sohn hat sich für seine schwer erkrankte Mutter um einen Hubschrauberrundflug bemüht, und im Radio um Unterstützung gebeten, ihr einen dieser letzten Träume erfüllen zu können.  Als ich Peer darauf angesprochen habe, hat er mir von der Traueranzeige berichtet, die 4 Wochen nach dem Flug in der OZ stand. Es sind eben Menschen wie Peer Wagner, die helfen, die in letzter Minute im Greifswalder Bodden Menschen vorm Ertrinken retten, die immer mit einem verschmitzten Lächeln unterwegs sind und Bescheidenheit leben. Wenn Ihnen das nächste Mal die Erdbeere über den Kopf schwebt, wissen Sie nun: Da fährt einer von den Guten.

Schwer beeindruckt bin ich ja nicht nur von den Heidehoppers (und ihrer läuferischen Kondition), sondern auch von den Heidebikern. Sie vereint alle das gleiche Hobby: Motorräder! Und sie erfüllen äußerlich auch jedes Klischee: Chrom, Leder, gepflegte Lautstärke. Was man aber nur mitbekommt, wenn man dabei sein darf: Sie sind eine extrem bunte Truppe, freuen sich ein ganzes Jahr wie Kinder aufeinander und kaum treffen sie zusammen, bekommen sie das Grinsen nicht aus dem Gesicht. 20 Jahre lang – jedes Jahr eine genüssliche Wochenendausfahrt – eine schöne Tradition! Einer der Organisatoren, Torsten Maaß aus Mönchhagen, träufelt aber auch jedes Mal eine Prise Informatives ins Programm: diesmal ein Blick hinter die Ralswieker Störtebeker-Kulissen. Beim Anblick der jungen Birken zwischen den Reihen wird einem mal wieder sehr bewusst, wie schlimm einige zu kämpfen haben.
Mit den jungen Birken haben wir aber auch unser Kreuz, ganz überraschend kommen sie zwischen Bordsteinen hervor und auch Hecken wachsen und wollen beschnitten werden. Sagen wir mal so: In Bezug auf den Überraschungseffekt sollten wir mit unseren Institutionen endlich eine Routine entwickelt haben, um der Sache Herr zu werden, denn es wächst nicht wirklich überraschend jedes Jahr aufs Neue! Seien Sie nachsichtig mit uns, wir haben das Problem erkannt und arbeiten daran - wenn es nur nicht so mühselig wäre ... Wenn Ihnen Missstände auffallen, bitte über die »MachMit«-App melden, das hilft uns wirklich.

Ein Problem wollen wir aber dauerhaft und gründlich lösen, auch wenn wir hier nur bedingt die Akteure sind: Die Kreuzung Stralsunder Straße/Marlower Straße ist nicht Teil einer Rennbahn-Schikane, sondern eine Kreuzung! Das haben nur nicht alle Autofahrer begriffen. Sehr oft haben Fußgänger einfach keine Chance sicher die Straßen zu überqueren, von den Lütten, für die das Schulweg ist, mal ganz zu schweigen. Wir wollen nach den Ferien eine Lösung haben und uns dazu das Straßenbauamt und das Straßenverkehrsamt an den Tisch holen. Ich werde berichten.

Und auch für den Vorplatz vor der Kirche gibt’s konkrete Überlegungen. Den Teich gibt’s ja schon lange nicht mehr, aber hier einen Bürgergarten zu schaffen und dabei gleich das Kinderablieferproblem an der Schule zu lösen wäre schon schön, die Krähen und das »grüne Klassenzimmer« sind es irgendwie nicht - da geht an einem der schönsten Plätze im Dorf einfach mehr ☺.

Ihnen allen einen erholsamen und genussvollen Sommer und herzliche Grüße,

Ihr/Euer

Andreas Krüger

Tel. 0171 8330100
buergermeister@bentwisch.de

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Na, da hab ich mich mit meiner Bemerkung zum grünen Klassenzimmer im letzten Amtsblatt aber satt in die Nesseln gesetzt. Erst erreichen mich kritische Worte aus der Lehrerschaft und ich denke mir noch: Gott gütiger, so schlimm war es doch gar nicht, da tauchen Arvid aus Bentwisch, Nico aus Groß Kussewitz und Theodor aus Goorstorf, allesamt 5. Klasse und Mitinitiatoren des grünen Klassenzimmers in meiner Sprechstunde auf und waschen mir aber ordentlich den Kopf.