Berufsorientierungstour in Bentwisch

Nicht jede oder jeder schafft es, via Instagram, YouTube oder Facebook mit einer Karriere als Influencer ins Berufsleben zu starten. Daher starteten die Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen der Europaschule Rövershagen auch erst einmal mit einem beruflichen Orientierungskurs ins neue Jahr. Denn am 16. Januar 2019 war Beruferallye in der Gemeinde und im Gewerbepark in Bentwisch.

Die 42 Jugendlichen konnten in insgesamt 10 kleinen Gruppen bis zu drei Betrieben einen Besuch abstatten, um sich dort über die jeweiligen Berufsbilder, die konkrete Situation in den Firmen und die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Das grundlegende Ziel war es jedoch, erst einmal das Eis zu brechen. Für viele der Schülerinnen und Schüler, die ihren Abschluss nach der 9. oder 10. Klasse anstreben, war es die erste Erfahrung in der Rolle einer Bewerberin oder eines Bewerbers. Umso mehr lag es an den insgesamt neun beteiligten Unternehmen, auf die oft noch unentschiedenen Jugendlichen einzugehen und sie für ihre Tätigkeitsbereiche zu begeistern.

„Inzwischen bereiten sich die meisten Unternehmen sehr gut auf unsere Schülerinnen und Schüler vor und stellen sich bewusst auf sie ein“, berichtet Lehrerin Gabi Hoffschläger, die diesen Berufsinformationstag seit 2012 an der Europaschule Rövershagen organisiert und auch vor Ort begleitet. „Wir würden uns sehr freuen, wenn sich in den kommenden Jahren noch mehr Betriebe in Bentwisch an der Beruferallye beteiligen.“  Für die Lehrerin ist es besonders wichtig, den Jugendlichen eine vielfältige Auswahl von Berufsbildern zu präsentierten und ihnen die Möglichkeit zu geben, sich in den Firmen vor Ort und so praxisnah wie möglich zu informieren. Denn auch in diesem Jahr stehen bei den angehenden Auszubildenden vor allem Berufe im Verkauf oder Bürojobs hoch im Kurs, dabei werden gerade im Handwerk oder in Produktionsbetrieben Nachwuchskräfte sehr dringend benötigt. „Es ist heute schwierig, fertig ausgebildete Fachkräfte zu finden. Da ist es einfacher, den Nachwuchs selbst auszubilden“, sagt Kerstin May, Mitgründerin der primec GmbH. Schon seit einigen Jahren beteiligt sich das Bentwischer Unternehmen, das u.a. mit Hilfe von feinmechanischer und Laser-Materialbearbeitung Präzisionsbauteile für die Medizintechnik herstellt, an der Beruferallye der Schule in Rövershagen – mal mit mehr, mal mit weniger Zulauf vonseiten der Schülerinnen und Schüler. Dennoch bieten gerade die kleinen und mittleren Betriebe mit handwerklichen Tätigkeitsschwerpunkten eine attraktive Alternative für Schülerinnen und Schüler, die eben nicht so gerne am Schreibtisch sitzen. „Wir bemühen uns sehr darum, ein gutes Arbeitsumfeld zu schaffen“, erklärt Kerstin May, „In der Produktion übernehmen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rasch einiges an Verantwortung und man sieht am Ende des Tages, was man geschafft hat. Das ist das Gute an dieser Arbeit.“

Kerstin May, Mitgründerin der primec GmbH in Bentwisch
Die Schüler der Europaschule Rövershagen auf Beruferallye bei der primec GmbH

Doch ganz unabhängig davon, ob es ein Job im Büro, in einer Produktionshalle oder in einem völlig anderen Umfeld werden soll. Letztendlich bleibt dies eine Entscheidung, welche die Schülerinnen und Schüler für sich alleine treffen müssen. Wenn sie im Zuge dessen außerdem einen interessanten Ausbildungsplatz in unserer Region oder sogar hier in Bentwisch  finden, würde dies natürlich auch unsere Gemeinde freuen.

Januar 2019

Foto (Schüler): primec GmbH

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