Neues vom Bürgermeister für August 2026

Liebe Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Bentwisch,

zunächst möchte ich kurz auf unser Dorffest 2026 zurückblicken. Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde, der Bentwisch GmbH und vieler großzügiger Sponsoren sowie durch den unermüdlichen Einsatz zahlreicher freiwilliger Helferinnen und Helfer ist es uns gemeinsam gelungen, zwei wunderschöne Festtage auf die Beine zu stellen. Engagierte Bürgerinnen und Bürger, unsere Kindereinrichtungen, die Polizei Sanitz, die Sanitäterinnen und Sanitäter, das Festkomitee sowie der FSV Bentwisch als Organisator haben mit großem Engagement zum Gelingen unseres Dorffestes beigetragen. Euch allen gilt ein ganz herzliches Dankeschön, für euren Einsatz, eure Kreativität und eure tatkräftige Unterstützung bei der Vorbereitung, während des Festes und bei den anschließenden Aufräumarbeiten.

Der Freitagabend bildete bei musikalischer Umrahmung einen gemütlichen und geselligen Auftakt. Am Samstag durften Jung und Alt bei schönem Wetter einen bunten und abwechslungsreichen Nachmittag erleben. Hüpf- und Spielburgen, Kinderschminken, Pony- und Pferdereiten, Kaffee, selbstgebackener Kuchen und viele weitere Angebote sorgten für Freude bei Groß und Klein. Den Abschluss bildete am Abend die große Festparty mit einem fantastischen Feuerwerk. Die Veranstaltung war so gut besucht, dass unser Festplatz beinahe wieder aus allen Nähten platzte. Mein besonderer Dank gilt abschließend den unmittelbaren Anwohnerinnen und Anwohnern für ihr Verständnis angesichts der Belastungen, die mit einem solchen Fest verbunden sind. Danke an euch alle, für euer Engagement, eure Geduld, eure Unterstützung und euren Gemeinsinn! Gemeinsam haben wir unser Dorffest 2026 zu einem besonderen Erlebnis und zu zwei wunderschönen Tagen für unsere Gemeinde gemacht.

Am 5.7. kam es in den späten Nachmittagsstunden aufgrund einer Rauchentwicklung zu einem Einsatz unserer Freiwilligen Feuerwehren. Im Verlauf des Einsatzes wurden drei Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bentwisch infolge einer durch eine Explosion ausgelösten Druckwelle erheblich verletzt. Sie erlitten unter anderem schwere Brandverletzungen, befanden sich nach Feststellung des Notarztes jedoch glücklicherweise nicht in Lebensgefahr. Nach der medizinischen Versorgung und weiteren Untersuchungen im Krankenhaus konnten alle drei Kameraden wieder in ihre häusliche Umgebung entlassen werden. Die Ermittlungen des kriminaltechnischen Dienstes und der Staatsanwaltschaft dauern derzeit noch an. Daher werde ich mich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht näher zu den Hintergründen oder zum genauen Hergang des Vorfalls äußern. Allen am Einsatz beteiligten Kameradinnen und Kameraden wurden psychologische Betreuung und seelsorgerische Unterstützung angeboten. Mein besonderer Dank gilt dem stellvertretenden Gemeindewehrführer Christoph Karmienke, der gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden die weitere Einsatzleitung übernahm und diese außergewöhnlich herausfordernde Lage mit hoher Professionalität, großem Engagement und Besonnenheit bewältigte. Gemeinsam mit der Gemeindewehrführung und allen weiteren Verantwortlichen werden wir den Vorfall nach Abschluss der laufenden Ermittlungen sorgfältig auswerten. Ziel ist es, mögliche Erkenntnisse zu gewinnen und daraus geeignete Maßnahmen abzuleiten, um die Sicherheit unserer Einsatzkräfte weiter zu verbessern.

Am 8.7. habe ich die drei verletzten Kameraden persönlich besucht und ihnen im Namen der Gemeindevertretung sowie auch persönlich die besten Genesungswünsche übermittelt. Es freut mich sehr, dass sich alle drei auf dem Weg der Besserung befinden. Allen eingesetzten Kameradinnen und Kameraden danke ich ausdrücklich für ihren engagierten und selbstlosen Einsatz zum Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger. Den verletzten Kameraden wünschen wir weiterhin eine schnelle und vollständige Genesung und freuen uns auf ihre gesunde Rückkehr in die Reihen unserer Feuerwehr.

Für unsere Albertsdorfer bestand seit mehreren Monaten Unklarheit zwischen dem Maßnahmenträger, den ausführenden Unternehmen (u.a. Nordwasser) und der Gemeinde hinsichtlich der Frage, ob das für den Ortsteil charakteristische Erscheinungsbild der Kopfsteinpflasterstraße nach Abschluss der Bauarbeiten wieder in der bisherigen Form hergestellt werden kann. Nach einer Abstimmung mit unserem Bauamtsleiter am 16.6. konnte kurzfristig ein gemeinsamer Vor-Ort-Termin mit dem Landesinnungsobermeister Herrn Reiner Bauer, unserem Bauamtsleiter, dem Bauleiter sowie mir vereinbart werden. Im Ergebnis dieser Besprechung kann nun abschließend mitgeteilt werden, dass die Straße wieder in ihrer bisherigen, ortstypischen Ausführung hergestellt wird. Darüber hinaus hat Herr Bauer angeboten, die Straßenseite zum Dorfanger mit einer Graniteinfassung aufzuwerten. Die hierfür erforderlichen Granitsteine würde er dem Bauunternehmen zur Verfügung stellen. Damit gehen alle Beteiligten davon aus, dass für dieses Thema eine fachlich überzeugende und für alle Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden wurde.

Am 9.7. fand ein Gespräch mit dem Innenminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Herrn Christian Pegel, statt. Dieser Gesprächstermin kam auf Drängen der amts-angehörigen Bürgermeister zustande. Bedauerlicherweise war es der Ministerpräsidentin, Frau Manuela Schwesig, trotz entsprechender Bitte nicht möglich, an diesem Termin teilzunehmen. Es fand ein sachlicher reger Gedankenaustausch statt. Hintergrund des Gesprächs war insbesondere die Einschätzung des Innenministeriums, wonach die Städte und Gemeinden über eine exzellente finanzielle Ausstattung« verfügten. Diese Bewertung steht nach Auffassung der amtsangehörigen Bürgermeister zunehmend im Widerspruch zur tatsächlichen finanziellen Situation vieler Kommunen. Vor dem Hintergrund der Erhöhung der Kreisumlage sowie der sich weiter verschärfenden Haushaltslage war es daher Ziel des Gespräches, Verständnis für die tatsächlichen Herausforderungen vor Ort zu schaffen und gemeinsam nach geeigneten Lösungsansätzen zu suchen, damit die Gemeinden auch künftig ihre gesetzlichen Aufgaben erfüllen und dauerhaft handlungsfähig bleiben können.  Für die Gemeinde Bentwisch wird zum Jahresende voraussichtlich ein Bestand an liquiden Mitteln von rund 8,5 Mio. Euro ausgewiesen. Auf den ersten Blick erscheint dies als eine solide finanzielle Ausgangslage. Tatsächlich stehen diesen verfügbaren Mitteln jedoch bereits heute notwendige und teilweise unabweisbare Investitionen in einer Größenordnung von rund 20 Mio. Euro gegenüber. Hierdurch wird deutlich, dass die vorhandene Liquidität keineswegs frei verfügbar ist, sondern bereits in erheblichem Umfang durch zukünftige Investitionsverpflichtungen gebunden wird. Die von den einzelnen Arbeitsgruppen erarbeiteten Ergebnisse verdeutlichen den erheblichen Investitionsbedarf in nahezu allen Bereichen der kommunalen Daseinsvorsorge. Um diesen transparent darzustellen, habe ich die erforderlichen Maßnahmen und die daraus resultierenden Investitionssummen in einer Übersicht zusammengefasst. Diese Aufstellung soll den Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern einen nachvollziehbaren Überblick über die anstehenden Herausforderungen und den tatsächlichen finanziellen Handlungsbedarf der Gemeinde vermitteln.

Dankenswerterweise erhielten wir nun die beantragte Baugenehmigung für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses der Freiwilligen Feuerwehr Bentwisch. Viele Bürgerinnen und Bürger werden sich daran erinnern, dass uns dieses wichtige Vorhaben bereits seit mehr als zehn Jahren beschäftigt. Vor diesem Hintergrund war es mein Anliegen, mich in der Sitzung der Gemeindevertretung am 9. Juli mit den Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertretern darüber auszutauschen, wie wir mit der nun vorliegenden Baugenehmigung umgehen und welche weiteren Schritte möglich sind. Ich bedaure sehr, dass die Mehrheit der Gemeindevertretung nicht bereit war, in einen inhaltlichen und sachlichen Austausch über das Projekt »Neubau Feuerwehrgerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Bentwisch« einzutreten. Das Vorhaben ist bereits seit dem Jahr 2014 bekannt und war seitdem wiederholt Gegenstand kommunalpolitischer Beratungen. Darüber hinaus lagen die aktuellen Planungsunterlagen bereits seit dem Jahr 2024 vor und konnten von allen Mitgliedern der Gemeindevertretung eingesehen werden. Aus meiner Sicht wäre es daher möglich und angesichts der nun erteilten Baugenehmigung auch geboten gewesen, offen und sachlich über das weitere Vorgehen zu beraten. Eine abschließende Entscheidung sollte damit ausdrücklich nicht vorweggenommen werden. Vielmehr ging es mir darum, ein Meinungsbild der Gemeindevertretung einzuholen und gemeinsam zu erörtern, ob und unter welchen Voraussetzungen die nächsten notwendigen Schritte zur Umsetzung dieses seit vielen Jahren bestehenden und für unsere Gemeinde wichtigen Vorhabens eingeleitet werden können. Das Projekt ist selbstverständlich nicht vom Tisch. Es wird nun den vorgesehenen Beratungsweg durch die zuständigen Ausschüsse durchlaufen und dort umfassend behandelt. Im Anschluss wird sich die Gemeindevertretung erneut mit dem Vorhaben und den weiteren notwendigen Schritten befassen.

Ein ganz besonderes Dankeschön möchte ich an die Familie Krüger aus Klein Kussewitz richten. Wie bereits im letzten Mitteilungsblatt angekündigt, hat sie allen Freundinnen und Freunden der Orchestermusik erneut die Möglichkeit gegeben, einen wunderschönen musikalischen Sommerabend zu erleben. Es war ein ganz besonderer Ohrenschmaus, den Klängen des Jugend- und Blasorchesters Leipzig zu lauschen und die besondere Atmosphäre dieses Abends gemeinsam zu genießen. Zahlreiche positive Rückmeldungen und Danksagungen zu dieser gelungenen Veranstaltung haben auch mich erreicht. Sie zeigen, wie viel Freude dieser besondere Abend den Besucherinnen und Besuchern bereitet hat. Liebe Familie Krüger, vielen Dank für Ihr großes Engagement, Ihre Gastfreundschaft und dafür, dass Sie mit dieser besonderen Veranstaltung das kulturelle Leben in unserer Gemeinde bereichern.

Und damit ist der zur Verfügung stehende Platz auch schon vollständig ausgeschöpft. Ich danke Ihnen für Ihr Verständnis und wünsche Ihnen und Ihren Familien eine wunderschöne Urlaubszeit sowie erholsame und entspannte Augusttage!

Herzlichst Ihr/Euer

Ralf Will

Bürgermeister Gemeinde Bentwisch

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